
Missionshaus
der Afrikamissionare - Weisse Väter
Friedrich-Ebert-Str. 63
66763 Dillingen/Saar
Tel. 06831-71187
Fax 06831-705626
E-Mail: afmidill@t-online.de
Zur Gemeinschaft gehören drei Mitbrüder:
P. Siegfried Elbert (Pfarrer in Düppenweiler), P. Hermann Kimmich (Superior), P. Walter
Seyfried. In Rilchingen lebt Pater Engelbert Degünther, der dort als Seelsorger tätig
ist. Er ist der Gemeinschaft in Dillingen zugeordnet.Das Saarland kam nach dem Kriege für 10 Jahre an Frankreich mit einem eigenen
Statut. Mit den vielen Bergwerken und Eisen Hütten war es das zweite Ruhrgebiet in
Deutschland. Dieses Bundesland ist sehr katholisch und hat mehr katholische Feiertage als
Bayern. Viele Berufe zum Priestertum und zum Missionar kamen aus dem Saarland. Auch viele
Weisse Väter kommen hier her.
In der Zeit der Abtrennung von Deutschland hatte der Ministerpräsident H. J. Hoffman den
Wunsch ausgesprochen, die deutschen Missionsorden sollen doch hier eigene Häuser
gründen. So kamen die Steyler, die Redemptoristen und die Weissen Väter ins Saarland. P.
Loyo, ein geborener Dillinger, konnte ein Haus kaufen, das bis heute die Gemeinschaft der
Afrikamissionare beherbergt. Es liegt im Ort, nahe der Fußgängerzone. Dieses Haus war
damals wichtig, denn wer nach Trier oder Kaiserslautern fahren wollte, musste eine Pass
haben und die Grenzkontrolle durchmachen.
Schon in der abgegrenzten Zeit kam viel Besuch. Als Bischof Kiwanuka von Masaka in Uganda
kam, erhielt er einen Staatsempfang in Saarbrücken. Die Weissen Väter besuchten alle
Pfarreien im Saarland und gewannen viele Freunde. Wenn Missionare auf Urlaub kommen, die
aus der Gegend stammen, sind sie immer froh ein Haus der Afrikamissionare im Heimatland zu
haben, wo sie wohnen können.
Besucher kommen auch heute noch. Es sind nicht mehr gebürtige Saarländer, sondern
afrikanische Priester, die auch von Saarländern in Afrika ausbildet wurden. Sie wissen,
wer uns besucht, muss nicht Weisser Vater sein. Die Patres im Hause sind alles Missionare
mit langer Afrika-Erfahrung in Tansania, Ruanda, Ghana, Guinea und Burkina. Heute leben
viele Afrikaner in Deutschland. Die Gemeinschaft in Dillingen betreut Asylanten und hält
Kontakte mit Moslems. Dabei hilft es, den Islam schon in Afrika kennen gelernt zu haben. |