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Afrikamissionare - Weisse Väter Ludwigsburger Str. 21 50739 Köln |
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Weisse Väter
13, rue Fernand d'Huart,
L-1739 Luxembourg
Tel: 49 19 71
e-mail: afrilux@pt.lu
Die Mitbrüder in der Gemeinschaft in Luxemburg sind: P. Jean Flies, P. Aloys Reiles, P. Gaston Wiltgen.
Die Geschichte der deutschen Provinz der Weißen Väter
beginnt in Luxemburg, da der Kulturkampf in Deutschland keine Männerklöster erlaubte. Um
dennoch für die deutschen Kolonialgebiete in Ostafrika deutsche Missionare zu gewinnen,
beschloss Kardinal Lavigerie den Umweg über Luxemburg. In Marienthal wurde ein 1232
erbautes Dominikanerinnenkloster zum Kauf angeboten.
Kaiser Josef 11. von Österreich hatte es 1783 aufgehoben und seither war es mehr und mehr
verfallen. 1890 übernahmen die Weißen Väter das Kloster, um deutschen jungen Leuten
eine missionarische Ausbildungsmöglichkeit zu geben. Es diente zunächst als
Missionsschule und Brüderpostulat. Schon 4 Jahre später konnte die Missionsschule nach
Trier verlegt werden.
Marienthal war von 1919 - 1939 Noviziat für Brüder und Kleriker.
1941 beschlagnahmte die deutsche Gestapo das Kloster. Alle Bewohner wurden ausgewiesen,
nur ein Bruder durfte dort bleiben, um den landwirtschaftlichen Betrieb
aufrechtzuerhalten.
1945 gelang es dem Luxemburger P. Dufays das Kloster für die Weißen Väter wieder
zurückzugewinnen. Zunächst wurde dort eine Prokura eingerichtet. 1947 kamen belgische
Scholastiker, um für zwei Jahre das Seminar in Heverlee zu entlasten. 1950 wurde im Haus
ein internationales englisch-sprachiges Scholastikat eingerichtet. Junge Brüder konnten
sich dort drei Jahre handwerklich, sprachlich und religiös weiterbilden. Nach 1967 war im
Hause wieder nur eine Prokura untergebracht, bis schließlich 1974 das Haus wegen
Personalmangel an die Regierung des Landes verkauft werden musste. Seitdem dient das Haus
dem nationalen Jugenddienst.
Die Weißen Väter erwarben in der Stadt Luxemburg ein
Haus als Prokura für den Vertrieb von 'Kontinente' (mit einem Zusatzteil für Luxemburg)
und für die missionarische Animation und Berufswerbung. Gleichzeitig wurde eine
Seelsorgestelle übernommen.
Zunächst war es die Pfarrei Pfaffenthal. Später kam noch eine "Europäische
Pfarrei" für deutschsprachige Gläubige hinzu.
Heute wohnen die Luxemburger Mitbrüder in der Rue Fernand d'Huart.