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Papst Benedikt XVI.: "Afrika, spirituelle Lunge der Welt" Afrika-Synode 2009 im Rom vom 4. bis 25. Oktober 2009 |
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| Mit einer feierlichen Eucharistiefeier im Petersdom zu Rom endete am 25. Oktober
2009 die zweite Afrikasynode, die dort am 4. Oktober begonnen hatte. Bei den
Arbeitssitzungen hatten sich zunächst die Berichte der einzelnen Synodenväter wie ein
vielfarbiges Mosaik zusammengefügt, als sie über die Probleme von Gerechtigkeit, Frieden
und Versöhnung in ihren jeweiligen Ländern sprachen. Hin und wieder gab es dabei auch
besonders wohltuende Lichtblicke, wenn ein Bischof von Erfolgen in seinem Land berichten
konnte. Die Sorge der Oberhirten ist nicht auf ihre Schäfchen begrenzt, sondern spricht deutlich das an, was alle Menschen Afrikas bedrückt: Machthunger korrupter Regierungen und Behörden, alltägliche Gewalt der Rebellen und Militärs, soziale Ungleichheit und Ungerechtigkeit. Ihre Frage: "Wie kann man diesen allgegenwärtigen Übeln beikommen? Was kann die Kirche selber tun?" Bei der ersten Afrikasynode 1994 war es um die "Kirche in Afrika", um die "Kirche als Familie" gegangen. Eine Neuevangelisierung war damals beschlossen worden. Papst Benedikt erinnerte bei der Eröffnung am 4. Oktober daran. Die katholische Kirche Afrikas hat in den vergangenen 30 Jahren ihre Mitgliederzahl fast verdreifacht auf 150 Millionen Gläubige. Jetzt ist es Zeit, nicht mehr nur nach innen in die eigene Kirche zu schauen, sondern das ganze Afrika und seine Stellung in der Welt in den Blick zu nehmen. Dabei schreckten die Synodenväter auch vor kirchlich kontroversen Themen nicht zurück. Einige Kernpunkte des Schlussdokumentes waren die Forderung nach Religionsfreiheit für afrikanische Christen in Ländern mit muslimischer Mehrheit, eine bessere Ausbildung von Laien für die Sache von Gerechtigkeit und Frieden, Schluss mit korrupter Politik und für mehr Teilhabe der Frauen auf allen Ebenen der Kirche. Das Dokument wendet sich nicht nur an die Gläubigen in Afrika sondern an Christen in aller Welt, spricht auch allen Dank aus, die sich materiell und spirituell für Afrika einsetzen. "Afrika steh auf", ruft die Synode jenen Ländern zu, in denen Gewalt herrscht. Religion sei eine Kraft des Guten für Frieden und Versöhnung, es sei Zeit, "Gewohnheiten zu ändern aus Liebe zu den Generationen von heute und morgen". hbs |
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Von den Afrikamissionaren war nicht nur der Generalobere P.
Gerard Chabanon (Bild: Mitte) Teilnehmer der Synode, auch die beiden Afrikamissionare
Bischof Martin Happe (Nouakchott, Mauretanien, im Bild links) und Bischof Claude Rault (
Laghouat-Algerien, im Bild rechts) sind unter den "Synodenväter" als Vertreter
der Kirchen ihres Landes. |
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| hbs | Foto: P. Otmar Strzoda |