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Afrikamissionare - Weisse Väter Ludwigsburger Str. 21 50739 Köln |
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| [ Uganda ] [ Geschichte der Afrikamissionare ] | |
Bekennermut junger Christen
Die katholische Kirche in Uganda nahm ihren
Anfang, als Pater Simeon Lourdel und Bruder Amans von den Afrikamissionaren im Februar
1879 in Buganda ankamen. Der König Mutesa war neuen Ideen gegenüber nicht abgeneigt.
Deswegen waren schon Missionare der anglikanischen Kirche auf Betreiben Stanleys 1877 ins
Land gekommen. Die Araber - Händler und Sklavenjäger - hatten sich allerdings schon
vorher in Uganda eingefunden. Sie sahen die Ankunft der christlichen Missionare mit
Argwohn und befürchteten ein Schwinden ihres Einflusses. Intrigen wurden gemeinsam mit
heidnischen Häuptlingen und Beamten geschmiedet.
Eine große Anzahl von Pagen und Höflingen hatte sich zum Christentum bekehrt und ließ
auch unter dem launischen König Mwanga II nicht vom Glauben ab. Eine Christenverfolgung
war die Folge. Mehrere hundert Christen, Anglikaner und Katholiken, wurden 1885/86 für
ihren Glauben umgebracht.
In den Folgejahren gab es erbitterte Schlachten: Heiden und Moslems gegen Christen, aber
auch Protestanten gegen Katholiken.
Die Kolonialmacht England und die Araber versuchten Uganda zu ihren absoluten
Einflussgebiet zu machen.
Die 22 katholischen Märtyrer von Uganda wurden am 18. Oktober 1964 während des Zweiten
Vatikanischen Konzils von Papst Paul VI. im Beisein von 2200 Bischöfen aus aller Welt
heiliggesprochen. Ein großartiges Zeichen für alle Welt, dass die "junge
Kirche" ihren gleichberechtigten Platz in der weltweiten, in der katholischen Kirche
eingenommen hat.
Das Fest der Märtyrer von Uganda wird am 3. Juni gefeiert. In Uganda ist der Ort des
Martyriums zu einer Wallfahrtsstätte geworden.