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Afrikamissionare - Weisse Väter
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27. Mai 2009

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Pater Josef Grosskinsky ist in Ghana verstorben.

Grosski2.jpg (24783 Byte)Ganz unerwartet ist unser Mitbruder Josef Grosskinsky in Ghana verstorben. Josef wurde am 31. März 1935 in Würzburg geboren und wuchs auf in einer gut-katholischen Familie mit mehreren Geschwistern in Walldürn-Glashofen, Erzdiözese Freiburg.
Seine Eltern betrieben eine Landwirtschaft. Da der Vater zum Militärdienst eingezogen wurde, musste Josef schon in jungen Jahren daheim mitarbeiten, was seinem späteren Leben zugute kam und besonders seinen Einsatz in Ghana für verschiedenste Dienste in der Entwicklungsarbeit beeinflusste.
Josef wurde, nach Unterbrechungen der Grundschulausbildung durch Kriegseinflüsse, am 25.04.1947 in das Progymnasium Haigerloch aufgenommen, zog am 03.05.1950 nach Großkrotzenburg und machte dort am 07.03.1955 das Abitur. Es folgten zwei Jahre Philosophiestudium in Trier und ein Jahr Noviziat in Alexandria Bay, USA. Sein Theologiestudium absolvierte er in Eastview / Kanada, wo er am 17.06.1961 seinen ewigen Eid ablegte. Am 29.06.1962 wurde Josef in Großkrotzenburg zum Priester geweiht.
Ghana in Westafrika war zu Beginn der sechziger Jahre in Aufbruchstimmung. Pater Grosskinsky wurde dorthin ernannt. Am 13.12.1962 erreichte er Navrongo, machte für einige Monate ein Sprachstudium der örtlichen Sprache und wurde dann dort Vikar.
Im April 1966 erhielt er die Ernennung nach Tongo. Dort hatte er für die pastoralen Dienste eine neue Sprache zu erlernen und wurde später Pfarrer des Ortes.
Seine Großherzigkeit und Arbeitsfreude waren geschätzt. Daher hatte er im Januar 1971 wieder nach Navrongo zu ziehen, um das Ökonomat der Diözese zu übernehmen und sich um die Landjugend zu kümmern. Sein besonderes Anliegen war, die Diözese finanziell eigenständig zu machen. Er setzte sich für verschiedenste Entwicklungsaufgaben ein, organisierte Kooperativen, versuchte es mit einer Modellfarm, wo er auch Kartoffeln und eine besondere Weizensorte anbaute. Durch die diözesane Caritas konnte er vielen Hilfsbedürftigen beistehen. Durch seine Initiative wurden einige Schulen und Außenstationen aufgebaut. Er war der Überzeugung, dass er die meisten Probleme lösen konnte. Er war ein froher und glücklicher Priester.
Vom 24.12.1985 bis Ende 2003 war Pater Grosskinsky Pfarrer in Wiagha. Danach zog er wieder nach Navrongo. Sechs Jahre war er dort in der Pastoral tätig. Von dort erreichte uns nun die Nachricht von seinem Tod. Während der vergangenen Tage war Pater Grosskinsky von einer schweren Malaria heimgesucht worden. Bei einem Sturz schlug er so unglücklich mit dem Kopf auf, dass eine Gehirnblutung einsetzte, die zum Tode führte.

Die Beerdigung wird am 11. oder 12 Juni in Navrongo stattfinden.


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