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Afrikamissionare - Weisse Väter Ludwigsburger Str. 21 50739 Köln |
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Bruder Reinhard Erler verstorben |
Reinhard Erler wurde
1929 in Dormettingen bei Balingen geboren. Er war der einzige Sohn unter sieben Schwestern
in der Familie. Seine Eltern hatten eine kleine Landwirtschaft. Als sein Vater 1944 starb
musste Reinhard bei der Versorgung der Familie mitarbeiten. Dieses frühe Handanlegen
prägte sein Leben. Nach der Lehre als Schornsteinfeger arbeitete er vier Jahre in diesem
Beruf, bis er 1951 zu den Weissen Vätern ging, um Brudermissionar zu werden. Nach dem
Noviziat in Langenfeld in der Eifel legte er am 22. August 1954 den Ersten Eid ab. Es
folgten zwei Jahre Scholastikat in Marienthal, Luxemburg. Dort nutzte er jede Gelegenheit,
seine Kenntnisse für verschiedene Berufe zu vervollständigen. Weitere zwei Jahre
arbeitete er danach im landwirtschaftlichen Betrieb von Marienthal. 1958 kam die Ernennung
nach Afrika. In Sumbawanga, Tansania, wurden ihm Bau- und Transportaufgaben in der
Diözese anvertraut. 1960 legte er seinen Ewigen Eid ab. Gelegenheit, an einem Sprachkurs
für Kiswaheli teilzunehmen, bekam er 1962. Im Jahr 1966 schloss er einen amerikanischen
Fernkurs in Mechanik mit einem Diplom ab. Bruder Reinhard war ein Baumeister aber auch ein
Tüftler. Er entwickelte einfache Techniken und wurde für seinen Einfallsreichtum, seine
Energie, Arbeitsfreude und Hilfsbereitschaft bewundert. Sein Neuaufbau der alten
Missionsstation Chala ist besonders zu erwähnen, der Bau gehörte damals zu den
modernsten Gebäuden in der Diözese. Zu all dem war er ein passionierter Autofahrer. Eine jähe Wende kam Oktober 1967, eine komplizierte Wirbelsäulenoperation zwang ihn für neun Monate auf ein Gipsbett. Danach konnte er keine Lasten mehr heben oder harte Arbeit verrichten; doch er durfte weiter Autofahren. 1969 ging er wieder zurück nach Sumbawanga. Aber wegen der angeschlagenen Gesundheit kam er 1972 zurück nach Deutschland. Er übernahm Aufgaben wie Fahrerdienste, Einkäufe oder Hausmeisterarbeit in verschiedenen Missionshäusern und zuletzt in Haigerloch. Hilfsbereit, pflichtbewusst und von solider religiöser Überzeugung war er in der Gemeinschaft ein lebhafter Unterhalter. Er starb im Krankenhaus Ebingen am 13. Juli, nachdem ein bösartiger Tumor entfernt wurde. Am 17. Juli wurde er auf dem Friedhof in Haigerloch zu Grabe getragen. Möge der Herr seinem treuen Diener ewigen Lohn gewähren.. |
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