Unsere Verstorbenen 2020

Pater Siegfried Elbert verstorben

Siegfried Elbert

Am 24.01.2020 verstarb in Saarlouis P. Siegfried Elbert.
Pater Elbert war lange Jahre Missionar in Ghana, insbesondere in der Diözese Navrongo- Bolgatanga, im Norden des Landes. Seit der 90er Jahre war er Pfarrer in Beckingen-Düppenweiler in der Diözese Trier.

Siegfried Elbert wurde am 25. Februar 1938 in Aschaffenburg geboren. Am Deutschen Gymnasium in Aschaffenburg erwarb er die Mittlere Reife. Während dieser Zeit hatte Siegfried sich entschlossen, Priester und Missionar zu werden und das führte ihn in das humanistische Gymnasium der Weissen Väter in Großkrotzenburg. In Französisch, Latein und besonders Griechisch hatte er ein gutes Pensum nachzuholen. Verhältnismäßig schnell schaffte er sich auf den Stand der Klasse. Da er früh in der Jugendbewegung mitgewirkt hatte, viel ihm das Leben in dieser Jungengemeinschaft leicht. 1959 legte er das Abitur ab. Danach verlief die Ausbildung von P. Elbert nach klassischem WV.-Stiel: Philosophiestudium in Trier, Noviziat in Hörstel, Scholastikat in Totteridge. 1965 wurde er zusammen mit sechs Kursgenossen in Horb zum Priester geweiht. Seine erste Ernennung führte ihn 1966 nach Ghana in die Diözese Navrongo. In Navrongo selbst und auch in Serigu war er ein beliebter Seelsorger. Nach seinem Heimaturlaub 1973 arbetete er drei Jahre in der Missionspropaganda in Dillingen. Aber es zog ihn wieder nach Navrongo zurück. Eine verantwortungsvolle Arbeit wartete auf ihn. Als Bischofssekretär wirkte er sechs Jahre bis ihn eine Krankheit zwang, definitiv in die Heimat zurückzukehren. Seit 1991 bis zu seiner Pensionierung war er Pfarrer in Beckingen-Düppenweiler, wo er auch seinen Ruhestand verbrachte. Er verstarb am 24. Januar 2020 im Krankenhaus in Saarlouis, wahrscheinlich an den Folgen einer Gallenoperation.

Pater Heinz-Josef Schäckel verstorben

Heinz Josef Schäckel

Am 22.01.2020 verstarb in Hersel bei Bonn P. Heinz-Josef Schäckel.
P. Schäckel war Missionar in Nigeria, Uganda und Deutschland, wo er lange Jahre im Ökonomat der deutschen Provinz aktiv war.

Heinz Josef Schäckel wurde am 29. September 1936 Arnsberg-Neheim geboren. Er besuchte von 1942 bis 1951 die Volksschule. Dann begann er eine kaufmännische Lehre und machte 1954 die Kaufmannsgehilfenprüfung. Ab 1955 arbeitete er zwei Jahre als Lohnbuchhalter bei einer Baufirma. In dieser Zeit reifte in ihm der Entschluss, Afrikamissionar zu werden. Er besuchte von 1957 bis 1961 das Abendgymnasium „Collegium Marianum“ in Neuß. Halbtags arbeitete er bei der Stadtsparkasse in Neuss und abends folgte er dem Unterricht. Von 1961 bis 1963 studierte er Philosophie bei den Weissen Vätern in Trier. Das Noviziat absolvierte er in Hörstel und ging 1964 für das Studium der Theologie nach Totteridge/London. Am 28. Juni 1968 wurde er im Dom zu Paderborn zum Priester geweiht. Die erste Ernennung führte ihn 1968 nach Nigeria. Nach dem Erlernen der Yoruba-Sprache arbeitete er in der Pfarrei St. Peter und Paul in Ile-Ife. 1971 wurde er zum Diözesansekretär ernannt. 1982 übernahm Pater Schäckel das Provinzökonomat in Deutschland, das er neun Jahre führte. 1983 stellte sich ein Herzleiden ein, das durch eine Operation behoben schien. Nach einem Weiterbildungskurs ging Pater Schäckel 1992 zurück nach Afrika. In Uganda, in der Diözese Hoima, übernahm er die Leitung der „Hoima Construction“. Doch sein Herzleiden zwang ihn, 2008 endgültig nach Deutschland zurückzukehren. Er arbeitete wieder im Sektorökonomat, wo er vorrangig die Verwaltung der „Stiftung Weiße Väter“ übernahm. Nach mehreren Operationen war die Gesundheit von P. Schäckel sehr geschwächt. Herzliche Aufnahme fand er während der letzten Monate bei den Ursulinen in Hersel, die ihn in seinem schweren Leiden liebevoll begleiteten.